Ist Kaffee gesund?

Ist Kaffee gesund?Kaum ein anderes Thema wurde in den vergangenen Jahren so heiß diskutiert, wie die Auswirkungen von Kaffee auf unsere Gesundheit.

Die große Mehrheit der Deutschen trinkt ihn jeden Morgen. Am Frühstückstisch, auf dem Weg zur Arbeit, im Büro oder zu Kaffee und Kuchen bei Oma.

Kaffee wird gleichermaßen als gesund und ungesund eingestuft. Zu der Frage, ob Kaffee gesund ist, wurden in den letzten Jahren diverse Studien durchgeführt.

So wurde zum Beispiel nachgewiesen, dass Kaffee nachweislich das Risiko an Alzheimer zu erkranken senken kann.

Auf der anderen Seite enthält Kaffee eine Menge Koffein, was meistens in der negativen Kritik steht. Koffein sorgt dafür, dass sich unsere Leistungsfähigkeit für einen kurzen Zeitraum erhöht. Allerdings werden dadurch auch die Stresshormone Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet.

Dadurch erhöht sich der Puls und die Blutgefäße erweitern sich, wodurch der Blutdruck kurzzeitig ansteigt.

 

Doch ist Kaffee tatsächlich ungesund?

In der Vergangenheit hatte Kaffee einen eher negativen Ruf. In den letzten Jahren geht der Trend doch eher dahin, dass Kaffee durch seine einzigartigen Bestandteile im richtigen Maße gesundheitsförderlich ist.

Die in großen Mengen enthaltenen Antioxidantien schützen den Körper vor freien Radikalen. Weiterhin steigert Kaffee die Denkleistung. Das enthaltene Koffein wird die Gedächtnisleistung für einen kurzen Zeitraum gesteigert, was beim Lernen sehr hilfreich sein kann.

Außerdem ist Kaffee in der Lage Schmerzen zu lindern. Das enthaltene Koffein ist häufig auch in gängigen Schmerzmitteln enthalten und sorgt dafür, dass die Schmerzempfindlichkeit sinkt.

Jedoch sollten wir die Menge von 400 mg Koffein pro Tag nicht überschreiten.

Der Nachteil des Koffeins ist, dass sich auf lange Sicht hohe Dosen negativ auf unseren Körper auswirken. Durch den ständigen Konsum von Kaffee werden die körpereigenen artigen Adenosinmoleküle vermindert. Auf der anderen Seite werden die Stoffe Dopamin und Noradrenalin ausgeschüttet, weshalb der Kaffee eine anregende Wirkung auf uns hat.

Wenn wir nun Kaffee über einen längeren Zeitraum zu uns nehmen, versucht unser Körper dem entgegenzuwirken und bildet eine Toleranz. Diese entsteht bereits nach ein bis zwei Wochen starken Konsums.

Wenn man den Kaffee dann abrupt absetzt können regelrechte Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit auftreten.

 

Wer trinkt am meisten Kaffee?

Bestimmte Berufsgruppen sind prädestiniert dafür große Mengen an Kaffee zu konsumieren. Die Agentur Pressart aus Großbritannien hat dazu mehrere 1000 Angestellte aus verschiedenen Berufsgruppen nach ihrem Kaffeekonsum befragt.

Über 85 % der Befragten trinken regelmäßig mehr als drei Tassen am Tag.

Die Spitze bilden dabei Journalisten und Medienangestellte, dicht gefolgt von Polizisten, Lehrern, Handelsvertretern und Krankenschwestern. Weitere Berufsgruppen waren unter anderem Verkäufer, Taxifahrer, IT Mitarbeiter und Manager.

 

Was ist mit koffeinfreiem Kaffee?

Da das einzige Negativmerkmal des Kaffees das enthaltene Koffein zu sein scheint, ist die Frage nach der Gesundheit von koffeinfreiem Kaffee berechtigt.

Das Probleme koffeinfreiem Kaffee ist, dass bei der Herstellung im Allgemeinen auf starke chemische Substanzen zurückgegriffen wird, um den Kaffeebohnen das enthaltene Koffein zu entziehen. Die Kaffeebohnen werden mehrere Stunden lang beispielsweise in flüssigem Kohlendioxid eingetaucht, um den Bohnen vor der weiteren Verarbeitung das Koffein zu entziehen. Leider stehen die meisten Substanzen um das Koffein zu entfernen im Verdacht krebserregend zu sein.

Es gibt einige wenige Kaffeebohnen, die von Natur aus kein Koffein enthalten. Leider bringen die Pflanzen kaum Ertrag, da nur sehr wenig Früchte gebildet werden. Dadurch ist ein Anbau für die Hersteller bislang nicht interessant.